Selber wursten: Anleitung zum Wurst räuchern

Viele Spezialitäten kann man ganz leicht selber herstellen. Wurst räuchern beispielsweise ist im Prinzip gar nicht so schwer. Vorausgesetzt natürlich, man weiß wie und verfügt über das entsprechende Equipment und geht mit der entsprechenden Geduld an die Sache ran. Natürlich kann man sich seine geräucherte Wurst auch beim Metzger oder im Supermarkt kaufen. Doch die Herstellung eigener Produkte ist bei vielen ein sehr beliebtes Hobby. Wer selber Wurst räuchern tut, weiß nicht nur ganz genau über die verwendeten Inhaltsstoffe Bescheid, sondern hat auch maßgeblichen Einfluss auf die spätere Qualität und Geschmacksnote seiner Wurstwaren.

Auch wenn die ersten Ergebnisse vielleicht kein voller Erfolg werden und einem die Würste nicht so gelingen, wie man es sich vielleicht gewünscht hat – auch beim Wursten ist kein Meister vom Himmel gefallen. Man lernt aus Erfahrung und wird mit der Zeit immer besser. Ehe man sich versieht, wird Wurst räuchern zu einer echten Leidenschaft.

Das braucht man zum Wurst räuchern

Zum Wurst räuchern braucht man nicht viele aber dennoch einige Utensilien und Geräte. In erster Linie braucht man einen Fleischzerkleinerer, sprich Fleischwolf und natürlich auch einen Wurstfüller. Ein Wurstfüller ist sehr vorteilhaft und vor allem dann eine lohnende Investition, wenn man das Wursten regelmäßig betreiben möchte. Ein Wurstfüller kostet nicht die Welt.

Alternativ kann man die Fleischmasse auch mit einem Fleischwolf mit Füllaufsatz in die Därme pressen, was jedoch auch etwas umständlicher ist. Zum Wursten braucht man natürlich auch noch gutes Fleisch, Schweinedarm und Gewürze. Damit man die Wurst räuchern kann braucht man auch noch einen entsprechenden Räucherschrank sowie Räuchermehl. Ob man zum Wurst räuchern nun Nitritpökelsalz (NPS) oder normales Kochsalz verwenden möchte, muss jeder selbst entscheiden. NPS verleiht der Wurst jedoch eine schöne, rote Färbung und macht sie deutlich länger haltbar.

Eigene Wurst räuchern – die Zutaten

Was dem einen schmeckt, schmeckt dem anderen nicht und umgekehrt. Die Geschmäcker sind eben verschieden. Für die spätere Geschmacksnote und die Aromabildung der geräucherten Würste sind nicht nur die Art und Qualität des verwendeten Fleisches und der Gewürze von entscheidender Bedeutung, sondern insbesondere auch das spätere Räuchern. Die Anzahl der Räuchergänge samt Frischluftphasen und die Art des verwendeten Räuchermehls sind ebenfalls maßgebend für Geschmack und Qualität der Wurst. Folgende Zutaten braucht man beispielsweise für die leckere „Sremska Kobasica“. Das ist eine sehr beliebte und leckere geräucherte Balkan-Wurst mit einer leicht pikanten Note:

  • 5 Kilo mageres Schweinefleisch
  • 4 Kilo Schweinebauch
  • 1 Kilo mageres Rindfleisch
  • 20 Meter Schweinedarm
  • 200 Gramm Salz oder Nitritpökelsalz (NPS)
  • 15 Gramm schwarzen Pfeffer
  • 15 Gramm weißen Pfeffer
  • 100 Gramm Paprikapulver (edelsüß)
  • 100 Gramm Paprikapulver (rosenscharf)
  • 80 Gramm zerdrückten Knoblauch

Wurst selber machen: Das Rezept

Als Erstes wird das gesamte Fleisch in kleine mundgerechte Stücke geschnitten und anschließend im Kühlschrank auf eine Temperatur die knapp über dem Gefrierpunkt liegt heruntergekühlt. Das magere Schweinefleisch und das Rindfleisch werden dann im Fleischwolf auf 8 mm gewolft. Der Schweinebauch darf ruhig etwas gröber zerkleinert werden. Dann vermengt man das Fleisch gut miteinander, gibt die Gewürze hinzu und knetet die Fleischmasse gut mit den Händen durch. Die Fleischmasse kommt nun in den Wurstfüller.

Anschließend zieht man den zuvor in warmes Wasser eingelegten Schweinedarm vorsichtig über den Wurstaufsatz des Wurstfüllers und passt gut auf, damit er nicht reißt.Nun drückt man vorsichtig die Fleischmasse aus dem Wurstfüller in den Darm und bindet die Würste mit einem Wurstfaden in der gewünschten Größe ab. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es hierbei sehr hilfreich ist, wenn man diese Arbeit zu zweit durchführt und eine Person den Wurstfüller bedient, während die andere die Würste hält und abbindet.

Wichtig ist es auch, dass man beim Abfüllen genau darauf achtet dass der Darm prall und vollständig gefüllt ist und sich nirgendwo Luftbläschchen oder Lufteinschlüsse gebildet haben. Bevor man die Wurst räuchern kann, hängt man sie am besten noch für 24 Stunden an einem kühlen und luftigen Ort auf, damit sie in der Luft etwas trocknen kann. Bevor die Würste in der Räucherschrank kommen, sollte man darauf achten, dass sie von außen keinesfalls feucht sind, damit sich keine Rußablagerungen vom Räuchern darauf festsetzen können. Bei Bedarf sollte man sie vorher lieber nochmal mit einem Küchentuch etwas trockentupfen.

Die Wurst kalträuchern

Zum Wurst räuchern braucht es einen Räucherschrank, eine Räuchertonne oder ähnliches. Und natürlich auch Räuchermehl. Zum Wurst räuchern verwendet man am besten feines Buchenmehl. Das Buchenmehl wird u-förmig in die Glutschale des Räucherschranks geschüttet, mit der Hand etwas angedrückt und an einem Schenkel entzündet. So entsteht ein Sparbrand, welcher eine konstante Rauchentwicklung gewährleistet. Nun werden die Würste bei einer Temperatur von max. 20 ° 8 Stunden lang kalt geräuchert.

Normalerweise reichen 3 Räuchergänge zu jeweils 8 Stunden vollkommen aus. Mag man seine Wurst etwas rauchiger, kann man aber auch 4-5 Räuchergänge einlegen. Für die Aromabildung ist es wichtig, dass man nach jedem Räuchergang eine Frischluftphase von mindestens 8 Stunden einhält. Nun hängt man die Würste am besten an einem dunklen, kühlen und luftigen Ort auf und lässt sie für etwa eine Woche an der Luft trocknen, bevor man sie verzehren kann.