Schweinerippchen grillen: So grillt man perfekte Rippchen

Gegrillte Spareribs sind ein echter Grill-Genuss und vor allem dann, wenn sie so butterzart sind, dass sich das Fleisch hinterher beinahe mühelos vom Knochen lösen lässt und die Spareribs ganz traditionell mit einem klassischen Rub gewürzt worden sind und mit einer leckeren BBQ-Sauce serviert werden. Doch Schweinerippchen grillen ist gar nicht so einfach, wie man vielleicht denkt! Wenn sie hinterher zäh wie Schuhleder und keinesfalls butterzart sind, dann hat man nicht viel Freude daran und aller Wahrscheinlichkeit nach zu urteilen auch bei der Zubereitung so einiges falsch gemacht!

Doch kein Problem – es ist ja schließlich noch kein Meister vom Himmel gefallen. Schweinerippchen grillen will gelernt sein, doch schließlich gibt es auch hierfür tolle Anleitungen und Rezepte und eines davon stellen wir hier gerne einmal vor. Schweinerippchen grillen braucht Zeit und und vor allem auch einen geschlossenen Grill, der indirektes Grillen ermöglicht. Dazu bedarf es natürlich auch der richtigen Vorbereitung.

Schweinerippchen grillen: Die Anleitung

Bei den Schweinerippchen handelt es sich im Prinzip um nichts anderes als von Fleisch umgebene Rippenknochen. Dieses Fleisch enthält folglich sehr viel Verbindungsgewebe und um dieses zart zu bekommen, braucht es sehr viel Zeit und die entsprechende Vorbereitung. Bevor man Schweinerippchen grillen kann, sollte man unbedingt die sich an der Innenseite der Rippchen befindliche Silberhaut abziehen. Macht man das nicht, nützt einem auch das beste Rezept nicht viel und die Spareribs werden hinterher unappetitlich und zäh wie Leder. Die Silberhaut lässt sich ganz einfach lösen, indem man mit einem scharfen Messer an einem Ende die Haut anschneidet und etwas löst und dann anschließend komplett von einem zum anderen Ende hin einfach abzieht.

Obwohl es sich bei den Schweinerippchen um ein sehr zähes und auch relativ kostengünstiges Fleischprodukt handelt, kann man sie mit dem richtigen Rezept und den entsprechenden Gewürzen in eine wahre Grill-Delikatesse verwandeln. Perfekt gegrillte Schweinerippchen werden nicht nur außerordentlich zart, sie wissen auch geschmacklich zu überzeugen, doch dazu muss man das Fleisch zuvor auch entsprechend aromatisieren. Am besten verwendet man dazu einen klassischen Rub aus Pfeffer, Cayennepfeffer, rotem Paprikapulver, Zwiebelgranulat und Meersalz wie die Amerikaner. Die Rippchen werden nun mit dem trockenen Rub gleichmäßig und nicht zu knapp einmassiert, in Frischhaltefolie gewickelt und anschließend über Nacht in den Kühlschrank gelegt. Wie jedes andere Fleisch auch, sollte man immer noch 1-2 Stunden warten bis die Schweinerippchen im Kern die Zimmertemparatur angenommen haben und sie nicht etwa direkt aus dem Kühlschrank heraus auf den Grill legen.

Butterzarte Schweinerippchen grillen: So geht`s!

Schweinerippchen werden ausschließlich indirekt gegrillt und dazu braucht man natürlich auch einen geschlossenen Grill wie zum Beispiel einen Smoker oder einen Kugelgrill, der indirektes Grillen ermöglicht. Die Glut wird für das indirekte Grillen vorbereitet und der Grill auf eine Temperatur von etwa 110 ° aufgeheizt. Die Schweinerippchen werden auf dem Rost so platziert, dass sie nicht direkt über, sondern nur neben der Glut liegen und so durch die heiße Abwärme schonend gegart werden. Das braucht natürlich auch seine Zeit und man muss darauf achten, dass die Temperatur im inneren konstante 100-110° beträgt. Durch die konstant niedrigere Temperatur wird das an sich sehr zähe Bindegewebe der Schweinerippchen gelockert und nach und nach in Gelatine umgewandelt. Das Fleisch trocknet so auch nicht aus, da das im Eiweiß gebundene Wasser im Gewebe verbleibt und nicht austritt. Kurzum – die Schweinerippchen werden dadurch einfach nur herrlich zart und super lecker!

Das Schweinerippchen grillen erfolgt bei geschlossenem Deckel und es braucht auch seine Zeit. Bei konstanten 110° kann man mit ungefähr 5 Stunden Garzeit einkalkulieren. Nach ungefähr 3 Stunden kann man sie rundherum mit etwas Apfelsaft einpinseln oder mit Apfelsaft aus einer Druckluftflasche einsprühen. Diesen Vorgang wiederholt man danach alle 30 Minuten bis zum Ende der Garzeit. Nun müssten die Spareribs so zart sein, dass sie fast schon von selber zerfallen. Nun holt man sie vorsichtig aus dem Grill heraus, schneidet sie in mundgerechte 1-er-Streifen und pinselt sie ganz traditionell mit etwas BBQ-Sauce ein, bevor man sie servieren tut.