Rindfleisch grillen: So werden gegrillte Steaks zart und saftig

Ein ordentlich gegrilltes Steak weist ein schönes Grillmuster auf und schmeckt wunderbar zart und saftig. Rindfleisch grillen hat allerdings auch so seine Tücken und ist wohl wissentlich gar nicht so einfach. Damit das Rind vom Rost so schmeckt, wie es soll und hinterher nicht zäh wie Schuhleder wird, gibt es ein paar wichtige Grundregeln, die beim Rindfleisch grillen beachten sollte. So bekommt man Rindersteaks perfekt hin!

Rindfleisch grillen: Dieses Fleisch eignet sich für Steaks

Natürlich ist auch die Qualität des Fleisches ist natürlich ein ganz wichtiger Faktor für das spätere Ergebnis. Das Rindfleisch sollte gut abgehangen und schön mürbe sein, wer eine sehr gute Qualität will, kauft beim Metzger seines Vertrauens und lässt sich dort beraten. Sehr gut geeignet sind beispielsweise dicke Fleischscheiben mit Knochen wie zum Beispiel das urige T-Bone Steak, welches gleich mehrere Teilstücke des Rindes in sich vereint, sowie das besonders zarte und geschmackvolle Entrecote, das von vielen als eines der besten Steaks angesehen wird. T-Bone Steaks sind beim Metzger nicht immer vorrätig, in der Regel fragt man besser vorher nach und bestellt sie vor.

Sehr beliebt und bekannt ist natürlich auch das Rumpsteak. Das klassische Rumpsteak gehört neben dem Rinderfilet ganz klar zu den zartesten, gefragtesten und wertvollsten Fleischteilen des Rindes. Zur allerersten Güte gehört allerdings das Rinderfilet oder auch Rinderlende genannt. Beim Rinderfilet handelt es sich um das absolut beste Stück vom Rind. Das Filet ist ein besonders zartes, mageres und äußerst feinfaseriges Stück Fleisch, aus dem sich köstliche Filetsteaks schneiden lassen – allerdings hat das Rinderfilet auch seinen Preis!

Rinderfleisch grillen: So grillt man perfekte Steaks!

Wenn man Rindfleisch grillen möchte, dann ist es sehr wichtig, dass die Scheiben nicht zu dünn geschnitten werden. Schöne Steaks sollten unbedingt eine ausreichende Dicke von mindestens drei und besser noch vier Zentimetern haben. Dünnere Scheiben gelingen auf dem Grill nicht so gut und werden keineswegs saftig und zart, sondern hart und zäh. Bevor man das Rindfleisch grillen kann, entnimmt man es aus dem Kühlschrank und lässt es zunächst einmal für 1 Stunde bei Zimmertemperaturen ruhen. In der Zwischenzeit heizt man den Kugelgrill ordentlich auf und platziert ausreichend die Holzkohle in die Mitte, so dass eine hohe Temperatur im inneren des Kugelgrills erreicht wird, lässt am äußeren Rand aber noch ausreichend Platz für eine ausreichende Grillzone.

Nun legt man die Rindersteaks direkt über der Holzkohle auf den Rost und macht den Deckel schnell wieder zu, damit keine Aufflammungen entstehen und die Steaks nicht verbrannt werden. Je nach Dicke des Steaks grillt man die Steaks für 3-4 Minuten direkt. Lässt sich das Steak vom Rost lösen, ohne das es kleben bleibt, dann kann man es umdrehen und von der anderen Seite weiter grillen. Das heißt, es wird nur einmal (!) gewendet. Nach ungefähr 6-8 Minuten sind die Rindersteaks außen schön knusprig und weisen ein schönes Grillmuster auf. Allerdings sind sie noch nicht gar. Dazu legt man das Fleisch in den indirekten Grillbereich des Grilles und gart sie bei geschlossenem Deckel weiter, bis sie den gewünschten Garpunkt erreicht haben.

Der perfekte Garpunkt für Rindersteaks

Die Garzeit hängt natürlich davon ab, wie man sein Steak gerne haben möchte. Doch woher weiß man, wann das Steak innen blutig, medium oder durch ist? Das lässt sich natürlich am einfachsten mit einem digitalen Grillthermometer feststellen, mit dem man ins Fleisch sticht und einfach die innere Kerntemperatur misst. Ein digitales Grillthermometer bietet sich natürlich insbesondere beim Rindfleisch grillen an. Hat man jedoch kein solches, bietet sich eine einfache Lösung, nämlich der Test mit dem Daumenballen an. Legt man den Daumen an den Zeigefinger und fühlt sich das Steak in etwa genauso an wie der Daumenballen, dann ist es medium-rare und hat eine Kerntemperatur von ca. 55-57°. Mittelfinger und Daumen ergeben medium und etwa 62°. Das Steak ist durch, wenn es sich so anfühlt, wie der Daumenballen bei zusammengelegtem Daumen und Ringfinger.

Steaks noch etwas ruhen lassen

Wenn man ein paar Dinge beachtet, ist Rindfleisch grillen also gar nicht so schwierig. Bevor man die Steaks allerdings serviert, packt man sie noch in Alufolie und lässt sie – je nach Dicke – für 5-10 Minuten ruhen, damit sich das Fleisch entspannen und der Fleischsaft wieder in das Fleisch zurückfließen kann. Wer mag, kann auch etwas Butter dazugeben, um den Geschmack zu verfeinern. Würzen mit Salz und einem guten Steakpfeffer reicht vollkommen aus.