Lachs räuchern | Räucherlachs Rezept

Lachs räuchern ist nicht schwer und in diesem Artikel verrate ich euch ein simples aber dennoch geniales Rezept für Räucherlachs wie in Norwegen! Schöner Wildlachs ist an sich schon eine Delikatesse und ich kenne kaum jemanden, der keinen Lachs isst. Man kann ihn auf vielerlei Arten zubereiten, doch kalt geräuchert schmeckt er einfach am besten!

Wer Räucherlachs mag, kann im Feinkostladen dafür tief in die Tasche greifen oder günstiger beim Discounter kaufen. Allerdings kommt der „Packungslachs“ geschmacklich nicht mal annähernd an frisch geräucherten guten Wildlachs heran. Und natürlich gibt es da noch eine dritte Option: Lachs selber räuchern! Man braucht lediglich eine Seite frischen Wildlachs, jeweils 100 Gramm grobes Meersalz und die gleiche Menge unraffinierten (braunen) Zucker und noch 1 Esslöffel getrockneten Oregano und schwarze Pfefferkörner und etwas Rum, das war`s!

Den Wildlachs pökeln

Doch bevor wir den Lachs räuchern können, müssen wir ihn zunächst pökeln. Dazu vermischen wir die beschriebenen Zutaten (außer dem Rum) zunächst zu einem Trockenrub. An Utensilien brauchen wir ein Backblech sowie einen Gitterrost. Durch das Pökeln entziehen wir dem Lachs Wasser und aromatisieren ihn zugleich. Er wird haltbarer und bekommt eine festere Konsistenz.

Die Lachsseite wird zunächst gründlich unter kaltem Wasser abgewaschen und trockengetupft. Anschließend verteilen wir den Trockenrub auf der Oberseite der Lachsseite und legen den Lachs mit der Hautseite auf das Gitterrost und legen diesen auf das Backblech, so dass die Feuchtigkeit in das Backblech tropft. Das ist wichtig, da die Haut nicht in der Lake liegen sollte. Nun stellen wir den Lachs für 24 Stunden in den Kühlschrank.

Nach der Pökelphase hat sich im Backblech Flüssigkeit angesammelt und der Lachs bereits etwa 10% seines Gewichtes verloren. Nun waschen wir den Rub wieder unter kaltem Wasser ab, tropfen die Lachsseite mit Küchentuch trocken und pinseln ihn mit Rum ein. Das dient dazu, um die Bakterienbildung zu hemmen und den Lachs noch mehr Aroma zu verleihen. Danach kommt der Lachs wieder auf den Rost mit Backblech untendrunter und wir tun ihn für weitere 24 Stunden in den Kühlschrank.

Den Lachs räuchern

Nach der Pökelphase ist die Konsistenz schon merklich fester geworden. Nun befestigen wir den Lachs an zwei Metzgerhaken und hängen ihn in den Räucherschrank. Der Lachs wird nicht gegart, sondern kaltgeräuchert. Dazu entzünden wir einen Sparbrand aus Räuchermehl. Ich verwende zum Lachs räuchern am liebsten Buchenholzspäne und gebe gerne noch eine Hand voll getrocknete Kräuter dazu, was dem Lachs noch mehr Aroma verleiht. Der Sparbrand sollte konstant 8-12 Stunden abglimmen.

Nach dem ersten Räuchergang folgt die Frischluftphase. Dazu hängen wir den Lachs am besten für 8-12 Stunden an einen zugigen Ort an der frischen Luft. Nach jeder Räucherphase folgt eine Frischluftphase von ebenso langer Dauer. Wie oft man ihn räuchert, hängt vom persönlichen Geschmack ab. Ich finde 3 Räuchergänge sind für kalt geräucherten Lachs ideal. Wenn der Lachs eine mittelfeste Konsistenz aufweist und eine tieforangene Farbe angenommen hat, ist er gut.

Obwohl der Räucherlachs sehr viel Wasser und Fett verloren hat, schmeckt er wunderbar saftig und aromatisch, dazu noch mit der fein-rauchige Note – das ist einfach nur Klasse! Den Lachs schneidet ihr dann entweder in Rauten oder mit einem Filettiermesser in hauchdünne Scheibchen.

Lachs räuchern auf YouTube

Zu dieser Webseite betreibe ich mit Outdoor Kitchen auch einen Kochkanal auf YouTube und wenn ihr wollt, könnt ihr euch hier auch das Video zu dem Rezept anschauen. Tipp: Wer gerne räuchert, sollte mal auf meinem Kanal die Playlist „Räuchervideos“ aufrufen. Dort findet ihr noch viele weitere Rezepte zum Thema Kalträuchern. Viel Spaß!